Saltillo liegt im Nordosten Mexikos in einer halbwüstenartigen Region und ist anfällig für Wasserknappheit, Dürren, Hitzewellen sowie starke Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen. Die Stadt wächst stark, hat jedoch wenige Grünflächen und durchlässige Oberflächen, was zu städtischen Hitzeinseln und Überschwemmungen beiträgt. Das Projekt in Saltillo zielt darauf ab, Blau-Grüne Infrastrukturen (BGI) und Natur-basierte Lösungen (NBS) in die städtische Umgebung zu integrieren, BGI-Techniken zur Minderung von Hochwasserrisiken umzusetzen und das Mikroklima zu verbessern. Es sollen sichere und komfortable Räume für die Menschen vor Ort geschaffen werden. Die erwarteten Auswirkungen und Vorteile umfassen die Erhöhung der städtischen Grünflächen, die Reduktion von Verschmutzung und städtischen Hitzeinseln, die Stärkung der Verbindung zwischen den Anwohnenden und der weiteren Stadtbevölkerung, die Schaffung hochwertiger öffentlicher Räume sowie die Reduktion von Schäden an der städtischen Infrastruktur durch Überschwemmungen.
Das MGI-Projekt lief von Dezember 2018 bis Juni 2023. Das übergeordnete Ziel war die Analyse und Entwicklung nachhaltiger Entwicklungsstrategien mit dem Schwerpunkt Klimawandel für die drei teilnehmenden Städte Kochi in Indien, Piura in Peru und Saltillo in Mexiko. Mit Hilfe der vom Fraunhofer IAO entwickelten City-Lab-Methode wurden die wichtigsten Herausforderungen und Chancen in jeder Stadt durch partizipative Prozesse und Interviews mit wichtigen lokalen Stakeholdern ermittelt. Die wichtigsten Analyseergebnisse flossen in die Entwicklung von drei Vorschlägen für Pilotprojekte ein (eines für jede teilnehmende Stadt), die als Prüfstand für Verbesserungen und Innovationen in den teilnehmenden Städten dienen sollen, um die identifizierten Herausforderungen zu bewältigen. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Herausforderungen und des Pilotprojekts in jeder Stadt.