Piura ist eine Stadt im Nordwesten Perus in der Sechura-Wüste. Aufgrund ihres geografischen Standorts ist die Stadt sehr anfällig für die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Mit einem der höchsten Bevölkerungswachstumsraten in Peru und vielen informellen und außerplanmäßigen Bauten steht Piura vor großen Herausforderungen in der Stadtplanung und Ressourcenverwaltung. So wird bspw. ein Viertel des täglich produzierten Mülls nicht eingesammelt, was zur Entstehung vieler illegaler Müllhalden führt, die Gesundheitsrisiken für die Menschen vor Ort darstellen. Das Projekt in Piura zielt darauf ab, strategische Planungen mithilfe von GIS und digitalen Werkzeugen durchzuführen und zu demonstrieren, kleine illegale Müllhalden in neue Grünflächen umzuwandeln und Bürgerbeteiligung sowie Umweltbildung durch Beteiligungsprozesse zu fördern. Die erwarteten Auswirkungen und Vorteile umfassen die Beseitigung von Müllhalden, die Optimierung der Wasserressourcen, die Kühlung von städtischen Hitzeinseln, die Schaffung neuer Treffpunkte für die Bürgerschaft und die Förderung umweltbewusster Verhaltensweisen.
Das MGI-Projekt lief von Dezember 2018 bis Juni 2023. Das übergeordnete Ziel war die Analyse und Entwicklung nachhaltiger Entwicklungsstrategien mit dem Schwerpunkt Klimawandel für die drei teilnehmenden Städte Kochi in Indien, Piura in Peru und Saltillo in Mexiko. Mit Hilfe der vom Fraunhofer IAO entwickelten City-Lab-Methode wurden die wichtigsten Herausforderungen und Chancen in jeder Stadt durch partizipative Prozesse und Interviews mit wichtigen lokalen Stakeholdern ermittelt. Die wichtigsten Analyseergebnisse flossen in die Entwicklung von drei Vorschlägen für Pilotprojekte ein (eines für jede teilnehmende Stadt), die als Prüfstand für Verbesserungen und Innovationen in den teilnehmenden Städten dienen sollen, um die identifizierten Herausforderungen zu bewältigen. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Herausforderungen und des Pilotprojekts in jeder Stadt.