Kochi liegt im Südwesten Indiens im Bundesstaat Kerala an der Malabarküste. Die Stadt ist aufgrund ihrer Lage und geographischen Merkmale zunehmend den Risiken des Klimawandels ausgesetzt, einschließlich Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Erdrutschen, steigenden Temperaturen und veränderten Niederschlagsmustern. Das Projekt in Kochi zielt darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien durch Solarstrom zu erhöhen und damitCO2-Emissionen zu reduzieren sowie die Eigenversorgung mit Strom zu verbessern. Eine dezentrale Abwasserbehandlung und Kompostierung sollen die Boden- und Wasserverschmutzung reduzieren, während grüne Infrastrukturen Regenwasser speicheren und somit das Hochwasserrisiko mindert sowie die städtischen Hitzeinseln kühlen. Die erwarteten Auswirkungen und Vorteile umfassen die Reduktion von CO2-Emissionen, Boden- und Wasserverschmutzungen und Hochwasserrisiken sowie die Erhöhung der Unabhängigkeit bei der Stromerzeugung sowie die Stärkung lokaler Gemeinschaften. Die Maßnahmen sollen sich langfristig auch in finanzieller Hinsicht positiv für die Stadtbevölkerung auswirken. So kann es beispielsweise zu einer Reduktion der monatlichen Stromkosten – insbesondere durch die Erhöhung der Eigenstromversorgung sowie den reduzierten Bedarf an Klimaanlagen, kommen.
Das MGI-Projekt lief von Dezember 2018 bis Juni 2023. Das übergeordnete Ziel war die Analyse und Entwicklung nachhaltiger Entwicklungsstrategien mit dem Schwerpunkt Klimawandel für die drei teilnehmenden Städte Kochi in Indien, Piura in Peru und Saltillo in Mexiko. Mit Hilfe der vom Fraunhofer IAO entwickelten City-Lab-Methode wurden die wichtigsten Herausforderungen und Chancen in jeder Stadt durch partizipative Prozesse und Interviews mit wichtigen lokalen Stakeholdern ermittelt. Die wichtigsten Analyseergebnisse flossen in die Entwicklung von drei Vorschlägen für Pilotprojekte ein (eines für jede teilnehmende Stadt), die als Prüfstand für Verbesserungen und Innovationen in den teilnehmenden Städten dienen sollen, um die identifizierten Herausforderungen zu bewältigen. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Herausforderungen und des Pilotprojekts in jeder Stadt.