SMARTilience

Das Projekt SMARTilience setzt es sich zum Ziel ein kommunales Steuerungsmodell für eine klimaresiliente Stadtentwicklung zu entwerfen und anhand der beiden deutschen Großstädte Halle und Mannheim in die Anwendung zu überführen. Das Steuerungsmodell soll dabei sämtliche Prozessschritte der Planung, Umsetzung und Bewertung umfassen, und kommunale Entscheidungs- und Handlungsträger/innen beim vorausschauenden, effizienten Klimahandeln unterstützen. Dabei sollen innovative Governance- Formate für ein integriertes kommunales Management mit konkreten Handlungsfeldern einer klimaresilienten Stadt (z.B. datenbasierte Planungsverfahren, innovative Bürgerbeteiligungsformate, Investition in Ökosystemdienstleistungen und vernetzte Technologien, etc.) zusammengebracht, und in Form von Reallaboren erprobt werden.

 

19.6.2019

SMARTilience Syntegration - Mannheim

„Was können wir tun, um integrierten Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in Städten zu steuern?“ 

 

WDR 5 „Neugier genügt“: Städte und die Klimakrise - gibt es Lösungen?

Einige deutsche Städte haben in der letzten Zeit den Klimanotstand ausgerufen.

 

20.3.2019

SMARTilience Kick-off Treffen in Stuttgart

Nach einer zweijährigen Definitionsphase ist das SMARTilience Projekt nun offiziell zum 01.02.2019 gestartet.

 

Interview

Stuttgarter IAT & Partner entwickeln Steuerungsmodell für effizientes Klimahandeln in Halle (Saale) und Mannheim – Klimaresiliente Stadtentwicklung durch SMARTilience.

Worum geht es?

Während der kommunale Klimaschutz mittlerweile in vielen deutschen Kommunen fester Bestandteil der strategischen Entwicklung ist, steht die Anpassung an den Klimawandel noch deutlich weniger prominent auf der kommunalpolitischen Agenda. Dabei ist die Wissenschaft sich einig, dass zahlreiche negative Auswirkungen des Klimawandels auf lokaler Ebene mittel- bis langfristig nicht zu verhindern sein werden, und lokale Adaptionsstrategien immer wichtiger werden. Noch fehlen allerdings adäquate Steuerungsansätze, die es Kommunen ermöglichen, Klimaresilienz als Teil einer Vielfalt unterschiedlicher Ziele, strategisch zu adressieren und in intergierte Maßnahmenpläne zu überführen. Auf der anderen Seite existieren bereits eine Vielzahl an Konzepten und Werkzeugen, beispielsweise aus dem Fraunhofer Innovationsnetzwerk »Morgenstadt«, die eine effizientere Steuerung komplexer Stadtentwicklungsprozesse ermöglichen, bis dato allerdings noch nicht im Kontext Klimaresilienz in Städten angewendet wurden.

Was bietet SMARTilience?

Das Projekt SMARTilience setzt es sich zum Ziel ein kommunales Steuerungsmodell für eine klimaresiliente Stadtentwicklung zu entwerfen und anhand der beiden deutschen Großstädte Halle und Mannheim in die Anwendung zu überführen. Das Steuerungsmodell soll dabei sämtliche Prozessschritte der Planung, Umsetzung und Bewertung umfassen, und kommunale Entscheidungs- und Handlungsträger/innen beim vorausschauenden, effizienten Klimahandeln unterstützen. Dabei sollen innovative Governance- Formate für ein integriertes kommunales Management mit konkreten Handlungsfeldern einer klimaresilienten Stadt (z.B. datenbasierte Planungsverfahren, innovative Bürgerbeteiligungsformate, Investition in Ökosystemdienstleistungen und vernetzte Technologien, etc.) zusammengebracht, und in Form von Reallaboren erprobt werden.

Des Weiteren sollen politische Handlungsempfehlungen für Bund, Länder sowie die EUerarbeitet werden, welche darauf abzielen, kommunale Klimaresilienz in den bestehenden regulatorischen Rahmen zu integrieren. Zudem sollen neue Modelle der Finanzierungidentifiziert werden, die eine adäquate Beteiligung der Privatwirtschaft an Investitionen in Klimaresilienz sicherstellen. 

Das Projekt weist insgesamt eine hohe Transdisziplinarität und Anwendungsorientierung auf. Die Resultate sollen daher zu einer systemischen energie- und rohstoffeffizienten, klimaangepassten und sozial inklusiven nachhaltigen Entwicklung von Kommunen in Deutschland beitragen.

Wie ist SMARTilience aufgebaut?

Ein erster Schritt ist Aufarbeitung und Systematisierung des Wissensstands zu Steuerungspraktiken sowie zu Planungs-, Umsetzung- und Bewertungsinstrumenten im Bereich Klimaschutz und Klimaanpassung in Städten, um diese über eine OpenAccess-Plattform öffentlich zugänglich zu machen.

Das integrierte Steuerungsmodell wird dann gemeinsam mit den Projektpartnern und externen Expertinnen und Experten unter methodischer Hilfestellung des Syntegrationsverfahrens konzipiert. Anschließend soll es in den Reallaboren Halle (Saale) und Mannheim unter Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe geodatengestützt angewandt werden. Aus der resultierenden Praxiserfahrungen wird das Steuerungsmodells zum Prototypen weiterentwickelt.

Erfolgskritisch ist in SMARTilience der intensive Wissensaustausch zwischen allen Projektpartnern und insbesondere zwischen den beteiligten Städten sowie mit externen Expertinnen und Experten. Daher nehmen das Peer-to-Peer-Learning sowie die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse eine zentrale Rolle ein.

SMARTilience wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“ vom BMBF gefördert. Die Forschungs- und Entwicklungsphase des Projektes hat im Februar 2019 begonnen und wird bis Anfang 2022 laufen.

Reallabor Halle (Saale)

Halle (Saale) ist die einwohnerstärkste Stadt in Sachsen-Anhalt und zählt zu den am dichtbesiedelten Gebieten im mitteldeutschen Raum. Seit dem Jahr 2010 hat Halle demografisch eine Trendwende zu einer wachsenden Stadt vollzogen.
 

Herausforderungen

Extremwetterereignisse, Hochwasser, Starkniederschläge, Hitzewellen im Altstadtkern, Stürme und invasive Pflanzen- und Tierarten.
 

Geplante Maßnahmen im Projekt

Zusammenführung und Optimierung vorhandener Daten im Partnerverbund und Reallabor (Studien, Projekte, Geodaten, …)

Fortschreibung und Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes und Verzahnung mit bestehenden Plänen in der Stad

Kommunikation und Aufarbeitung der Notwendigkeit für Klimafolgenanpassung für die Stadtgesellschaft

Prüfen der Übertragbarkeit auf andere Kommunen / voneinander Lernen (Peer-to-Peer)

fachübergreifender Austausch und Vernetzungsaktivitäten

 

Kontakt

Daniel Zwick
Dienstleistungszentrum Klimaschutz,
dlz-klimaschutz@halle.de

Links & Weiterführende Information

www.Klimaschutz.halle.de

Reallabor Mannheim

Mannheim ist die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs und das Zentrum wirtschaftlicher, ökologischer, kultureller und sozialer Prozesse in der Metropolregion Rhein-Neckar auf einer Fläche von 145 km². Weiterhin zeichnet sich Mannheim als Industrie- und Handelsstandort, als Universitätsstadt sowie als bedeutender Verkehrsknotenpunkt aus. Als Deutschlands kompakteste Metropole, wächst Mannheim weiter als vielfältige, tolerante und lebenswerte Stadt, die durch ihre 320.080 Bürgerinnen und Bürger geprägt ist (31.12.2018).

 

Herausforderungen

Mannheim zählt aufgrund seiner Lage im Oberrheingraben zu den wärmsten Regionen Deutschlands. Steigende Temperaturen und anhaltende Hitzewellen führen in den Sommermonaten insbesondere in der Innenstadt zu einer starken Überhitzung. Die Versiegelung und dichte Bebauungsstruktur verstärken den Wärmeinseleffekt.
Die Stadt liegt an der Mündung des Neckars in den Rhein und kann dadurch sowohl von Hoch- als auch Niedrigwasserereignissen betroffen sein. Darüber hinaus kommt es häufiger zu Wetterextremen wie Starkregen, unwetterartigen Stürmen und Trockenperioden. Klimawandelbedingt breiten sich zunehmend invasive Tier- und Pflanzenarten aus.
 

Geplante Maßnahmen im Projekt

Analyse des Bestands an verfügbaren Daten in Mannheim und Entwicklung einer Strategie zur klimaschutz- und klimaanpassungsbezogenen Datennutzung

Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in aktuellen Entwicklungen (Stadtentwicklungsvorhaben, Planaufstellungen und Genehmigungsverfahren) und fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit

Anwendung der „Urban Governance Toolbox“ zur Analyse des konkreten Handlungsbedarfs in Mannheim und zur Auswahl geeigneter Planungs- und Umsetzungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der spezifischen Problemstellung vor Ort

Verstärkte Kommunikation und Bürgerbeteiligung in Bezug auf Klimaschutz und Klimafolgenanpassung um spezifische Bedarfe sichtbar zu machen, Betroffenheit aufzuzeigen sowie Synergien zu nutzen

Aktionsplan 2030 für Klimaschutz & Klimafolgenanpassung zur Unterstützung einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung

Peer-to-Peer: systematische Förderung des Austauschs und des Lernens zwischen den Projektpartnern (Mentoring, Studying, Shadowing)

Kontakt

Agnes Schönfelder
Klimaschutzleitstelle Stadt Mannheim,
agnes.schoenfelder@mannheim.de

Laura Kaiser
Klimaschutzleitstelle Stadt Mannheim
laura.kaiser@mannheim.de
 

Links & Weiterführende Information

MANNHEIM AUF KLIMAKURS

Konzept „Anpassung an den Klimawandel in Mannheim“

Leitbild „Mannheim 2030“

Homepage Stadt Mannheim

Drees & Sommer Advanced Building Technology GmbH (DreSo)

Drees & Sommer steht als Deutschlands Marktführer für Projektmanagement und Immobilienberatungsleistungen
für Innovationsführerschaft und Nachhaltigkeit in der Real Estate Branche und im Engineering. Als starker Partner für Beratung, Planung, Bauen und Betreiben im digitalen Zeitalter
bringt Drees & Sommer seine Expertise in der nachhaltigen Planung und Umsetzung von Stadtentwicklungsprojekten ein und unterstützt die Reallabore bei der Entwicklung von praxistauglichen Strategien.


Rolle im Projekt

Drees & Sommer erarbeitet mit den Partnern Geodatennutzungsstrategien, die die
Umsetzung der kommunalen Klimaschutz- und -anpassungsstrategien unterstützen, ressort-übergreifende Synergien aufzeigen, und die interne und öffentliche Kommunikation der Klimaresilienzthemen verbessern sollen. Die Geodatennutzung wird dabei als technisches Schlüsselinstrument eines integrierten, sozio-technischen Steuerungsmodells für kommunale Klimaresilienz betrachtet.


Kontakt

Alyssa Weskamp
Drees & Sommer Advanced Building Technology GmbH
Alyssa.weskamp@dreso.com


Links & Weiterführende Information

https://www.dreso.com/

HafenCity Universität Hamburg, Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung

Das Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung der HafenCity Universität Hamburg (Leitung: Prof. Dr.-Ing. Jörg Knieling) verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Durchführung, Koordination und Bearbeitung anwendungsorientierter Forschungsprojekte innerhalb des Themenschwerpunktes „Klimaschutz und Klimaanpassung“. Fokus der Forschungsarbeiten in zahlreichen sowohl bundesdeutschen als auch EU-Projekten liegt auf der Bearbeitung von klimarelevanten Governance- und Planungsfragen von Städten und Regionen sowie deren Implementierung in die Planungspraxis.

 

Rolle im Projekt

Das Fachgebiet Stadtplanung und Regionalentwicklung der HCU bringt ihre Expertise schwerpunktmäßig in die Erstellung und
Qualifizierung des integrierten Steuerungsmodells ein und wirkt auf die Entwicklung der Urban Governance Toolbox hin. Ergänzend
ist sie gemeinsam mit dem Projektpartner IAT für wissenschaftliche Begleitung der Reallabore zuständig, um daraus notwendige
Rückschlüsse für ein auf weitere Städte übertragbares, integriertes Steuerungsmodell zu ziehen.

Kontakt

Prof. Dr. Jörg Knieling
joerg.knieling@hcu-hamburg.de

Nancy Kretschmann
nancy.kretschmann@hcu-hamburg.de

Olga Izdebska
olga.izdebska@hcu-hamburg.de

Links & Weiterführende Information

https://www.hcu-hamburg.de/research/arbeitsgebiete-professuren/joerg-knieling

Universität Stuttgart – Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT)

Das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart kooperiert eng mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und verbindet mit einem tiefgreifenden Verständnis von Organisationsformen und Technologie die angewandte Forschung mit der Praxis. Im Bereich Mobilitäts- und Stadtsystemgestaltung bündelt das Institut seine Kompetenzen, um die Stadt von Morgen unter Beteiligung aller relevanten Akteure nachhaltig, lebenswert, resilient und sicher zu gestalten.
Das IAT bringt für SMARTilience intensive Erfahrungen in der Koordination nationaler und internationaler Forschungsprojekte sowie Methoden-Know-How und Steuerungsexpertise in Stadtentwicklungsprojekten mit.

Rolle im Projekt

Das IAT übernimmt die Konsortialführung und die Steuerung des Gesamtprojekts. Es ist interner wie externer Ansprechpartner für SMARTilience. Aus wissenschaftlicher Perspektive bringt das IAT seine langjährige Expertise in der innovativen Stadtsystemgestaltung sowie in der Umsetzung von Stadtentwicklungsvorhaben ein.

Kontakt

Rebecca Nell
Urban Data & Resilience
Rebecca.nell@iao.fraunhofer.de

Dr. Natalie Pfau-Weller
Urban Governance Innovation
Natalie.Pfau-Weller@iao.fraunhofer.de

Sophie Mok
Urban Economy Innovation
sophie.mok@iao.fraunhofer.de
 

Links & Weiterführende Information

https://www.iat.uni-stuttgart.de/

Malik Management Zentrum St. Gallen GmbH

Malik ist eine führende Wissensorganisation in system-kybernetischem General Management, der Gestaltung von Steuerungsmodellen sowie in der Transformation von Systemen. In Kooperationen mit Städten und Metropolregionen liegt der Referenzbereich in der Integration aller relevanten Stakeholder, der Gestaltung geeigneter Steuerungsmodelle und der schnellen und robusten Umsetzung von Strategien. Basierend auf 40-jähriger Forschungsarbeit hat Malik ein Repertoire an Methoden und Instrumenten als Malik ManagementSystems® zusammengefasst, das Kunden z. B. aus dem Stadtbereich darin unterstützt, gemeinsam mit allen relevanten Akteuren eine Strategie für die Stadt der Zukunft zu entwickeln, z.B. der Brainport Smart District.

Rolle im Projekt

Der Partner Malik hat langjährige Erfahrung in der Strategie- und Organisationsentwicklung. Das Syntegrationsverfahren von Malik, eine Vorgehensweise zur ko-operativen und ko-kreativen Strategieentwicklung, die bereits erfolgreich in mehreren deutschen und internationalen Stadt- und Regionalentwicklungsprojekten eingesetzt wurde, wird in SMARTilience umgesetzt.

Kontakt

Constantin Malik
Malik Management Zentrum St. Gallen GmbH
Constantin.Malik@mzsg.ch

Links & Weiterführende Information

https://www.malik-management.com/de/

Informationen zum Download

Weitere Informationen zu SMARTilience finden Sie in unserer Projektbroschüre:

Smartilience Broschüre (PDF Smartilience_Poster_A0)

 

Ergebnisse der Syntegration:

 

Vorab Meinungsumfrage zu den größten Herausforderungen, Schwächen und Stärken in Bezug auf Governance von Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in Städten:

Auswertung der Meinungsumfrage (PDF Malik Smartilience Meinungsumfrage)

Rebecca Nell, M. A.

Urban Data & Resilience

Fraunhofer IAO | IAT
Nobelstraße 12 | 70569 Stuttgart | Deutschland

Telefon: +49 (0) 711 970 2385
Mail: rebecca.nell@iat.uni-stuttgart.de

Dr. Natalie Pfau-Weller

Urban Governance Innovation

Fraunhofer IAO | IAT
Nobelstraße 12 | 70569 Stuttgart | Deutschland

Telefon: +49 (0) 711/ 970 21 96
Mail: natalie.pfau-weller@iat.uni-stuttgart.de

Sophie Mok, M.Sc.

Urban Economy Innovation

Fraunhofer IAO | IAT
Nobelstraße 12 | 70569 Stuttgart | Deutschland

Telefon: +49 (0) 711 970-2217
Mail: sophie.mok@iat.uni-stuttgart.de

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