Urban governance & planning

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Welche Themen umfasst das Innovationsfeld?

 

Neben den acht Innovationsfeldern, die konkrete Sektoren in einer Stadt betreffen, wie beispielsweise Mobilität oder Energie gibt es drei übergreifende Innovationsfelder, die sozusagen immer „mitgedacht“ werden müssen. Eines davon ist Urban Governance & Planning. Darunter verstehen wir die politische Steuerung eines Systems. Im System Stadt sowohl „top-down“ ausgehend von der Verwaltungsspitze und Stadtverwaltung als auch „bottom-up“, dass die Impulse aus der Zivilgesellschaft aufgenommen werden und auch die Interaktionsformen zwischen den relevanten Akteuren betrachtet werden müssen.

 

Warum ist Governance und Planung so wichtig?

 

In verschiedenen Projekten im Rahmen der »Morgenstadt-Initiative« wurde deutlich, dass die politische Steuerung beim Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen und smarten Stadt eine wichtige Rolle spielt. Eine Führungsspitze, die innovative Strategien vorantreibt, motivierte städtische Mitarbeiter, ein eingebundener und überzeugter Gemeinderat und eine breit angelegte und gut durchgeführte Bürgerbeteiligung sind positive Rahmenbedingungen, dass innovative nachhaltige Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können.

 

Für wen ist dieses Innovationsfeld interessant?

 

Für alle! Das Morgenstadt Innovationsnetzwerk liefert Ihrer Stadt oder Ihrem Unternehmen in diesem übergreifenden Innovationsfeld Urban Governance and Planning wertvolle Tipps und Anregungen, worauf Sie beispielsweise in Ihrer Stadt achten müssen bei der Umsetzung von Maßnahmen und anderen Planungen. Ein weiteres Beispiel wäre, dass wir Ihrem Unternehmen dabei helfen welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es mit einer Stadtgibt. Mit unserer Expertise aus unzähligen vergangenen Projekten und dem Knowhow eines interdisziplinärem Fraunhofer-Teams sprechen wir Ihre Sprache und verstehen sowohl das System Stadt als auch das System Unternehmen.

 

Unterstützung bei der internen Governance innerhalb einer Stadt

 

Ein erster Einflussfaktor auf die Performance einer Stadt sind die politischen Rahmenbedingungen und die eigenen policies. Wir kennen die Rahmenbedingungen vieler unterschiedlicher Städte und können Ihnen daher passende Vergleiche mit nationalen oder internationalen Vorreiterstädten liefern, so dass Sie aus den best practices lernen können. Ein Beispiel hierfür ist die Erarbeitung einer Smart City Charta. Die Handlungsempfehlungen aus dieser Charta werden von einer Stadt verabschiedet, die eine smart city werden will.

Wie können Sie die richtigen Entscheidungen über Maßnahmen treffen, welche in Ihrer Stadt nötig sind? Hierfür gibt es Werkzeuge in unserer Toolbox. Der Morgenstadt City Index hilft  Ihnen beispielsweise als städtischer Mitarbeiter oder gar (Ober)Bürgermeister zu sehen in welchem Bereich Ihre Stadt sehr gut abschneidet oder wo sie noch Nachholbedarf besitzt.

 

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Integrierte Planung

 

Ein zweiter Einflussfaktor der urban governance umfasst die integrierte Planung. So wurde in zahlreichen Projekten deutlich sicherbar, dass in vielen Städten ein „Silo-Denken“ vorhanden ist. Relevante Abteilungen oder Fachbereiche arbeiten nicht zusammen, obwohl Nachhaltigkeit eine dezernats- oder fachbereichsübergreifende Gesamtaufgabe der Stadt ist. Wir helfen in Rahmen von Einzelprojekten, City Labs oder Innovationspartnerschaften die relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen und gemeinsam Konzepte und Maßnahmen umzusetzen.

 

Beteiligung der Bürger durch digitale Technologien

 

Die Einbindung von Bürgern und Interessensgruppen in der Stadt- und Quartiersentwicklung gestaltet sich für Kommunen zunehmend schwierig. Durch digitale Kanäle wie Social Media, Online Petitionen und neue interaktive Formen der Beteiligung erhöht sich die Reibungsoberfläche der Kommune signifikant und stellt Stadtverwaltungen und Kommunalpolitik vor große Herausforderungen. Für viele Städte und Kommunen stehen Aufwand und Ertrag digitaler Beteiligungsverfahren in keinem Verhältnis. Der professionelle Umgang mit online-basierter Bürgerkommunikation erfordert einen hohen Einsatz von Personalressourcen und erzeugt oftmals keinen greifbaren Mehrwert – im Gegenteil: in vielen Kommunen überwiegt das Gefühl, sich zunehmend einer lauten Minderheit, die in allen Medien für Partikularinteressen kämpft, erwehren zu müssen.

Zahlreiche Ansätze und Instrumente für einen positiven Umgang mit der digitalen Beteiligung und Bürgerkommunikation existieren schon heute. Allerdings fehlen praktische Anwendungshilfen, simple Lösungen und professionelle Expertise, die es Kommunen ermöglichen würde, aus dem Windschatten der reaktiven Kommunikation zu treten und das volle Potenzial digitaler Medien zu nutzen.

 

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