Smarte Quartiere

Smarte Stadtquartiere als europäische Leuchtturmprojekte

Die »Morgenstadt-Initiative« hat in ihrer dritten Forschungsphase das Thema smarte Stadtquartiere als eines der zentralen Fokusthemen für die Städte von morgen definiert. Planungen für einen Micro-Showcase im öffentlichen Raum laufen bereits. Auf europäischer Ebene sind Morgenstadt Partner in vier von aktuell sieben Leuchtturmprojekten „Smart Cities & Smart Districts“ vertreten.

Das Verbundforschungsprojekt wendet sich an Unternehmen der Immobilienwirtschaft, die die Potenziale erschließen wollen, welche sich aus neuen organisatorischen, technologischen und räumlichen Lösungen im Lebenszyklus von Stadtquartieren von Konzeption, Planung, Realisierung bis hin zum Betrieb ergeben.

Für Bauträger, Investoren, Wohnungsverwalter und Anbieter urbaner Lösungen bzw. Technologien (z.B. Smart Home, Smart Lighting, Mobility-on-Demand, Smart Energy Grids, Home Consumer Electronics, Digitale Kommunikation etc.) bietet sich damit die Chance, Innovationen für smarte und nachhaltige Stadtquartiere aktiv und in enger Zusammenarbeit mit angewandter Forschung zu gestalten.

Handlungsfelder in einem Smarten Quartier

Praxisrelevante Szenarien für die Stadtquartiere von morgen

 

Ziel des Verbundforschungsprojektes »Smarte Quartiere« ist es, aktuelle und zukünftige Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren und konkrete Handlungsoptionen zur erfolgreichen Gestaltung und Implementierung neuer Geschäftsmodell-, Betreiber- und Versorgungskonzepte für bestehende und neu entstehende Stadtquartiere zu entwickeln. 

Auf Basis arbeitswissenschaftlicher Methoden entwickelt das Fraunhofer IAO gemeinsam mit den Forschungspartnern praxisrelevante Szenarien, Konzepte und Methoden, die den Anforderungen an eine nachhaltige Gestaltung von Stadtquartieren und Liegenschaften gerecht werden. Der Fokus der Forschung liegt auf der Verbesserung von Zukunftsfähigkeit, Ressourceneffizienz, Wohnkomfort, Wohlbefinden, Nachhaltigkeit, Anpassungsfähigkeit und Innovation. Darauf basierend werden konkrete Wege für die Weiterentwicklung bestehender Strategien und Geschäftsmodelle rund um den Lebenszyklus von Quartieren in der Stadt von morgen aufgezeigt.

 

Folgenden Zielsetzungen sind für die Arbeit im »Smarte Quartiere«-Verbund handlungsleitend:

 

•     Innovationsführerschaft

•     Zukunftssicherheit

•     Nachhaltigkeit

•     Praxisrelevanz

•     Öffentliche Wahrnehmung

•     Networking

•     Interdisziplinäres und branchenübergreifendes Arbeiten 

Europäische Leuchtturmprojekte

© Foto amoklv

Abbildung: Im Rahmen des Triangulum-Projektes wird das Stadtviertel Strijp-S in Eindhoven mithilfe von Fraunhofer-Forschern zu einem smarten Quartier.

Vorteile für Partnerunternehmen

 

Teilnehmende Unternehmen im Verbundforschungsprojekt »Smarte Quartiere« können ihre Partnerschaft vielfältig nutzen, wobei vor allem folgende Vorteile hervorzuheben sind:

 

•     Wissensvorsprung gegenüber Mitbewerbern

•     Mehrwert durch frühzeitiges Erkennen strategischer Geschäftsfelder

•     Öffentlichkeitswirksamkeit als forschendes Unternehmen

•     Wissensbündelung und koordinierte Kommunikation an politische Entscheidungsträger

•     Wissenschaftliche Begleitung von Entwicklungsvorhaben und Unternehmensstrategien

•     Kontinuierlicher Ausbau des Wissensnetzwerks 

 

Die Partnerunternehmen profitieren sowohl von der wissenschaftlichen Expertise des Fraunhofer IAO als auch von seiner konzeptionellen und praktischen Projekterfahrung bei der Konzeption und Begleitung von zahlreichen Quartiersentwicklungen. 

 

Projektstruktur in 5 Arbeitspaketen

 

Das Fraunhofer IAO ist für die Projektleitung und das Projektmanagement sowie für die Konzeption und Bearbeitung der Forschungsthemen verantwortlich. Gemeinsam mit den Partnern werden die Forschungsthemen und das Erkenntnisinteresse definiert. Auf dieser Basis wird ein geeignetes Forschungsdesign entwickelt. Dreimal im Jahr werden in Projektsteuerungstreffen die Ergebnisfortschritte vorgestellt und gemeinsam mit den Industriepartnern diskutiert, evaluiert und weiterentwickelt. Zwischen den übergreifenden Projektsteuerungstreffen finden bedarfsorientiert Abstimmungen und Workshops statt, um spezifische Themen voranzutreiben und die Expertise der Forschungspartner zielgerichtet zu integrieren.

Bisher angedacht sind 5 Arbeitspakete, jedoch kann nach Absprache mit den Unternehmen und städtischen Vertretern auch weniger oder mehr Arbeitspakete bearbeitet werden.

Referenzprojekte

 

•     TRIANGULUM: EU-Leuchtturmprojekt mit den Städten Eindhoven, Stavanger und Manchester zur parallelen Transformation von drei Stadtquartieren als „Smart Districts“

•     SMARTER TOGETHER: EU-Leuchtturmprojekt mit den Städten München, Lyon und Wien zur parallelen Transformation von drei Stadtquartieren als „Smart Districts“

•     Smart Urban Services: Pilotierung und Erprobung von urbanen Sensornetzwerken in den Innenstädten von Reutlingen und Chemnitz zur Etablierung neuer städtischer Dienstleistungs- und Steuerungsplattformen

•     Zukunftsschau München 2040+: Entwicklung strategischer Zukunftsszenarien für die Fortschreibung der integrierten Stadtentwicklung der Stadt München

•     Funkkaserne-Süd München: Entwicklung alternativer Nachhaltigkeitsszenarien und Finanzierungskonzepten zur verbesserten Portfoliosteuerung für Wohnungsbauunternehmen

•     Rheinquartier Oberlahnstein: Entwicklung einer akteursbasierten Leitkonzeption sowie resultierender infrastruktureller und städtebaulicher Anforderungen für Konzeption und Planung eines Stadtquartiers

•     Urban Retail Hybrid 3.0: Aufbau einer innovativen und standortunabhängigen Konzeption für hybride Handelsimmobilien im urbanen Raum mit Fokus auf positive Effekte für das städtische Umfeld, z.B. Energie, Mobilität, Ressourcen, Wirtschaft 

•     Innovationsquartier IQ: Entwicklung eines prototypischen Innovationskonzepts für soziale Innovation entlang alternativer Maßnahmenbündel für nachhaltige und effizienten Quartiersbetrieb

•     Smart District BB: Moderationsprozess zum Aufzeigen von Anforderungen und Verantwortlichkeiten für Etablierung eines „Smart Districts“ zwischen Flächeneigentümer, Investor, Stadtverwaltung und kommunalen Betrieben

•     Innovationszirkel Morgenstadt-Heilbronn: Moderation eines Innovationsprozesses zur Identifikation bedarfsgerechter Innovationen zur Pilotierung für die Bundesgartenschau (+Modellquartier) 2019

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