Intermodal urban mobility systems

© Foto Gina Sanders

Welche Themen umfasst das Innovationsfeld?

 

Nachdem die deutsche Energiewende fundamentale Veränderungen in den urbanen Energiesystemen in die Wege geleitet hat, steht im Mobilitätssektor die „Verkehrswende“ unmittelbar bevor. Während der Mobilitätsbedarf weltweit steigt und ein wichtiger Indikator für Wachstum und Lebensqualität ist, beeinflusst die steigende Mobilität im derzeitigen Format Mensch und Umwelt negativ durch die Freisetzung von klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen, Lärm und die Versiegelung von natürlichen Freiräumen. Städte weltweit drängen den Motorisierten Individualverkehr (MIV) als Haupt- Verkehrsträger zurück und erhalten hierbei Unterstützung durch nationale und internationale Politik. 

Hierfür bedarf es neue Mobilitätslösungen und einer der relevanten Bausteine ist dei Intermodalität. An sogenannten intermodalen Mobility Hubs kann einfach das Fortbewegungsmittel gewechselt werden. Folglich sorgt der Mobility Hub für die räumliche Vernetzung verschiedener Mobilitätslösungen- und dienstleistungen an einem urbanen Knotenpunkt: Bike-sharing, Car-sharing, ÖPNV, intuitive Buchungs- und Guidance-Systeme, intelligente Lade-Infrastruktur, Smart Parking sowie neue Raumnutzungskonzepte – z.B. Co-working spaces.

Die Intermodalität kann mit der Antriebsart Elektrischer Antrieb kombiniert werden, in dem beispielsweise als Car-sharing Autos eine elektrisch betriebene Flotte angeboten wird. 

Für wen ist dieses Innovationsfeld relevant?

 

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Stadtverwaltungen (Referat Integrierte Stadtentwicklung) Verkehrsunternehmen, Automobilfirmen und Original Equipment Manufacturer (OEMs) , Energieunternehmen sowie Unternehmen im Bereich Real Estate oder IT. 

Module des Beispieles Intermodal Mobility Hub 

 

Ein Intermodaler Mobility Hub besteht aus einem modularen System von Mobilitätslösungen- und Dienstleistungen, die aufeinander abgestimmt werden. Bestehende Knotenpunkte wie Bahnhöfe oder Umsteigestationen eignen sich ideal zur Umsetzung eines intermodalen Mobility Hubs.

Lösungen für Morgenstadt-Partner sind bspw. Elektrisches car-sharing, Bike- und Pedelec-sharing, Ladeinfrastruktur, Guidance-Systeme (virtuell und analog), Routing-Apps, Integrierte Buchungs- und Abrechnungssysteme, Flexible Raumnutzungskonzepte (e.g. Co-Working Spaces) oder Quartiers- Logistik Hubs. 

Logo des Projektes Shared Fleet
Logo des Projektes
© Foto Living Lab BW mobil
Lebendiges Labor für Spitzenforschung: EcoGuru wird im »Living Lab eFleet« getestet und erprobt. Im Parkhaus des Fraunhofer-Institutszentrums Stuttgart steht Deutschlands größte, vernetzte Ladeinfrastruktur für die Forschungsarbeiten zur Verfügung.
© Foto Ludmilla Parsyak, Fraunhofer IAO

Referenzprojekte:

 

Ziel des Forschungsprojekts Shared E-Fleet war die Konzeption und Umsetzung einer integrierten, Cloud-basierten IKT-Lösung für den intelligenten Betrieb von gemeinsam genutzten Elektrofahrzeugflotten über Unternehmensgrenzen und Parteien hinweg. Die entwickelten Lösungen werden in mehreren Modellversuchen an verschiedenen Standorten unter realen Bedingungen erprobt.

Zielgruppen sind insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die eine Elektrofahrzeugflotte gemeinsam nutzen, z.B. in Technologieparks, Gewerbegebieten etc., und nur so die kritische Masse der Auslastung von Elektrofahrzeugen erreichen können, aber auch Großunternehmen und öffentliche Verwaltungen, die Elektrofahrzeugflotten an Ihrem Standort und mit verbundenen Unternehmen bzw. Organisationen an anderen Standorten teilen und durch die private Mitnutzung der dienstlichen Elektrofahrzeuge den Auslastungsgrad weiter erhöhen können.

 

Darüber hinaus wurden im Projekt Living Lab BW intermodale Mobilitätslösungen pilotiert, wie beispielsweise die Erforschung des Betriebs der Ladeinfrastruktur Stuttgarts mit seiner weltweit größten Carsharing-Flotte mit E-Fahrzeugen im Projekt Ladeinfrastruktur Stuttgart und Region

 

Weiterhin wird der ökonomisch und ökologisch optimale Betrieb der elektromobile Fuhrparkflotten im Projekt EcoGuru vom Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart, der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Energy Solution Center (EnSoC e.V.), GIGATRONIK Stuttgart GmbH, Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH, SWARCO Traffic Systems GmbH und der Universität Stuttgart erforscht. 

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

SMARTER TOGETHER

Wie kann man das Leben in urbanen Quartieren verbessern? Dies demonstriert SMARTER TOGETHER durch innovative Lösungen in den Leuchtturmstädten Wien, München und Lyon.

 

GrowSmarter

GrowSmarter hat das Ziel, smarte Lösungen in drei Leuchtturmstädten, Stockholm, Köln und Barcelona zu demonstrieren.