Finance in the smart city conference

V. li.: Petr Suska, Dimitri Zenghelis, Andrew Collinge, Tanja Schuster, Jan Blumentahl, Florian Lennert, Heike Hammelehle, Holger Robrecht, Helge Spindler.

Andrew Collinge von der Greater London Athority hält eine Keynote über Chancen und Grenzen der Nutzung urbaner Daten.

Petr Suska vom Fraunhofer IAO präsentiert die Ergebnisse des Workshops "Data Wealth".

Finance in the smart city conference – Nachhaltig und gewinnbringend in die Stadt von morgen investieren

 

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Vergangene Woche fand die „Finance in the Smart City“-Konferenz am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der britischen Botschaft in Deutschland, der Fraunhofer Morgenstadt-Initiative und LSE Enterprise am Stuttgarter Fraunhofer-Standort ausgerichtet. An der Konferenz, welche eine der ersten zum Thema Finanzierung von Smart City Projekten war, nahmen neben zahlreichen deutschen und britischen Smart City Experten auch Vertreter städtischer Verwaltungen, Finanzdienstleister, Versicherungsfachleute und Industrieunternehmen teil.

 

Hintergrund des zweitägigen Expertentreffens ist, dass derzeit zwar vielerorts Pilot- und Demonstrationsprojekte existieren, funktionierende systemrelevante Smart City Lösungen, die großflächig integriert werden können, hingegen noch immer eine Seltenheit darstellen. Dies liegt mitunter daran, dass es an marktreifen langfristig stabilen Möglichkeiten für Investitionen fehlt. Um diese zu schaffen, ist eine gemeinsame Anstrengung von Städten, Industrie, Regierungen und Forschung notwendig. Darin waren sich die Konferenzteilnehmer vergangene Woche einig. Ziel müsse es sein, Serviceangebote, Betreibermodelle sowie Finanzierungsmodelle zu entwickeln, die eine innovative Nutzung städtischer Daten und Infrastruktur erlauben. Zur Umsetzung dieser Vorhaben ist es unerlässlich, Möglichkeiten zu schaffen, die es Investoren erlauben, diese mittels strategischer Investitionen gewinnbringend zu unterstützen. Neue städtische Herausforderungen, wie die Verbesserung der Luftqualität oder Autonomes Fahren ziehen auch die Notwendigkeit für ein verändertes Risikomanagement und Innovationen im Bereich Versicherungsmanagement nach sich.

 

Die zweitägige Veranstaltung wurde am Donnerstagabend mit einem gemeinsamen Dinner im Restaurant Leonhardts im Stuttgarter Fernsehturm eingeläutet. So hatten die Smart City Experten zum Start die Gelegenheit, sich vor beeindruckender Kulisse mit Blick über die baden-württembergische Landeshauptstadt zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Am Morgen danach wurde dann die eigentliche Konferenz durch Alanus von Radecki als Vertreter des Fraunhofer IAO und Chris Bradley von der britischen Botschaft offiziell eröffnet. Im Anschluss folgte Dimitri Zenghelis (Grantham Research Institute und LSE Enterprise Professor), der einen beeindruckenden Vortrag über die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels und wirtschaftliche Möglichkeiten für Smart City Lösungen hielt. Ihm folgten Andrew Collinge von der Greater London Authority, der die Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung urbaner Daten und deren Wert darlegte und Jan Blumenthal, Deutschlandverantwortlicher von Lloyds, einem weltweit tätigen Versicherer, der Städte und Unternehmen gegen Terroranschläge, Industrieunfälle und Naturkatastrophen absichert. Er zeigte in seiner Keynote einerseits Versicherungsinnovationen auf und andererseits erläuterte er auch die besonderen Risiken, denen Städte, insbesondere Smart Cities ausgesetzt sind und erklärte wie diese sich gegen die ökonomischen Folgen dieser absichern können. Den Abschluss des Vormittags bildete der Vortrag von Holger Robrecht von ICLEI, der auf die Herausforderungen im Bereich Governance und Finance für Smart Cities einging.

 

Nach der Mittagspause beteiligten sich die Konferenzteilnehmer an einem von drei Workshops zu einem der drei Kernthema der Veranstaltung (Value of Data, Underwriting Innovation abd Governance of Finance). Der Workshop „Data Wealth“ wurde dabei vom Fraunhofer Finanzexperten Petr Suska geleitet, der Workshop „Valorisation Public Health and Underwriting Innovation“ von Florian Lennert von LSE und der Workshop „Governance and Finance of Smart City Systems and Services“ von Dimitri Zenghelis (Grantham Research Institute und LSE Enterprise Professor). Die erarbeiteten Ergebnisse wurden abschließend im Plenum durch die drei Workshopleiter vorgestellt und diskutiert.

 

Im Anschluss an die Präsentationen, versicherten Suska und Lennert, dass sie den begonnenen Dialog mit allen Beteiligten fortsetzen würden. „Die Konferenz war ein voller Erfolg und das durchweg positive Feedback der Teilnehmer hat uns gezeigt, dass ein hohes Interesse daran besteht, das Thema Finance in the Smart City zukünftig noch stärker zu verfolgen“, erklärte Petr Suska sichtlich erfreut zum Abschluss des zweitägigen Expertentreffens.

 

ss7 

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